HISTORISCHER AUGENBLICK
Willkommen auf dem Blog des Instituts für Geschichtsdidaktik und Public History der Eberhard Karls Universität Tübingen!
Ein Blog für Studierende, Lehrende und kritische Köpfe, die Geschichte nicht nur in Archiven und dicken Büchern, sondern auch im Hier und Jetzt suchen. Menschen, die Interesse daran haben, sowohl Krater als auch zarte Pinselstriche der historischen Vergangenheit in der Gegenwart zu erkunden. Studierende und Dozent*innen der Geschichtswissenschaft haben sich in Lehrveranstaltungen auf Spurensuche begeben - hier präsentieren sie ihre vielfältigen Ergebnisse.
ein Interview von Stephanie Raunegger
Christian Serdarusic studierte Geschichte und Philosophie in Tübingen und wählte im Master die Profillinie Public History. Seit 2024 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur im Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart. Im ersten Teil des Interviews berichtet er von seinen Erfahrungen mit der praxisorientierten Profillinie „Public History“.

von Lelia Geiger
„Die ohnehin schwierige Nachkriegssituation in Reutlingen wurde durch die Flüchtlinge verschärft.“ So leitet eine Broschüre über die Reutlinger Nachkriegszeit die „Heimatvertriebenenfrage“ ein. Die Aussage ist ein Einblick in die lokalgeschichtlichen Auswirkungen einer der größten Herausforderungen der unmittelbaren Nachkriegszeit: Nach Kriegsende mussten rund zehn Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Reichsgebieten und den Siedlungsgebieten in die Besatzungszonen aufgenommen werden.
Lokalgeschichtliche Untersuchungen zu den Heimatvertriebenen befassen sich meist mit dem amerikanisch besetzten Württemberg-Baden. Der Blick auf das französisch besetzte Südbaden und Württemberg-Hohenzollern legt indessen besondere Dynamik offen: Wie gestaltete sich die Aufnahme Vertriebener in einem Gebiet, wo diese verzögert begann und das Beispiel anderer Bundesländer der eigenen Aufnahme vorausging? Dieser Frage wird in diesem Beitrag nachgegangen.
von Melanie Khayat und Heriett Müller
Die „Heilanstalt“ Zwiefalten entwickelte sich im Nationalsozialismus von einer psychiatrischen Einrichtung zu einem zentralen Organ der NS-„Euthanasie“. Der Beitrag zeigt, wie institutionelle Strukturen, medizinisches Handeln und ideologische Vorgaben zusammenwirkten – und warum die Gewalt auch nach dem offiziellen Ende der „T4-Aktion“ nicht einfach aufhörte.

von Stephanie Raunegger
Nadine Seidu studierte Kulturwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitete danach im Historischen Museum der Pfalz als Volontärin im Ausstellungsbereich, in der Stabstelle des Rektors der Universität Stuttgart und dem Leitungsstab des Landesarchivs Baden-Württemberg. Von 2021 bis Anfang 2026 leitete sie die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur im Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart. Über die Arbeit der Koordinierungsstelle und die schönen wie auch herausfordernden Seiten der Beschäftigung mit Erinnerungskultur spricht sie im Interview.

Historische Ausstellungen
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(externer Link)